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Fehler im Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte

Fehler im Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte


Es gibt kaum wirklich fehlerfreie Arbeitszeugnisse - es sei denn, sie wurden von einem Spezialisten erstellt. Da der Grundtenor im Zeugnis darüber entscheidet, ob die Leistungen als durchweg positiv gewertet werden oder nicht, sind kleine Mängel und Fehler in der gängigen Praxis durchaus hinnehmbar.

Generell gilt aber: je höher die Hierarchiestufe im Unternehmen, desto sorgfältiger und aussagefähiger sollte das Arbeitszeugnis sein. Da versteht es sich von selbst, dass (leitende) Manager, Projektleiter, Interim Manager oder Mitglieder der Geschäftsleitung ein möglichst fehlerfreies Dokument erhalten sollten.

In diesem Sinne sollte der Autor sicherstellen, dass:

  • das Zeugnis ausführlich genug ist - generell gilt für Fach- und Führungskräfte eine durchschnittliche Länge von ca. 1 1/2 bis 2 Seiten in einer gängigen Schriftart (zum Beispiel Arial 10 oder 11). Je hochwertiger die Aufgaben und je länger die Betriebszugehörigkeit, desto umfassender darf (und sollte) das Zeugnis sein. Bei leitenden Führungspositionen wie beim Geschäftsführer dürfen es ruhig auch mal 3 Seiten sein - je nach Umfang des Verantwortungsfeldes und der Dauer der Unternehmensleitung.
  • das Arbeitszeugnis keine grammatikalischen, orthografischen oder syntaktischen Fehler aufweist. Wichtig ist auch die Erklärung von Abkürzungen (nicht jeder Leser erkennt oder interpretiert firmeninterne Kürzungen korrekt)
  • das innerhalb des Zeugnisses das Verantwortungsgebiet so dargestellt wird, dass externe Leser das Aufgabenfeld und die Verantwortungsbreite gut nachvollziehen können. In der Regel werden die wichtigsten Aufgaben zuerst genannt, alle weiteren in absteigender Reihenfolge
  • das die sprachliche Darstellungsform möglichst homogen bleibt - entweder entscheidet man sich zum Beispiel für das Ausschreiben von Daten oder man wählt die Zahlendarstellung
  • alle sprachlichen Ausdrücke möglichst aktiv sind (zum Beispiel nicht: “ihm wurde das ... übertragen”, sondern: “er realisierte .... “) Hierdurch wird im Zeugnis die Dokumentation einer starke Weisungsgebundenheit und sogar Unselbstständigkeit unterbunden - ein wichtiger Faktor im Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte
  • keine Selbstverständlichkeiten oder unwichtigen Informationen / Attribute (wie z.B. Pünktlichkeit oder bei Managern “selbstständiges Arbeiten) herausgestellt werden
  • das Zeugnis möglichst individuell verfasst wurde und auf die Besonderheiten (zum Beispiel spezielle Leistungen oder besonderes Können) der Fach- und Führungskraft eingeht
  • es keine Differenzen zwischen dem Ausstellungsdatum des Arbeitszeugnisses und dem Ausscheidedatum des Managers gibt (man geht bereits bei mehrwöchigen Unterschieden gern von einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus)
  • in der Schlussformel sowohl Dank für die erbrachten Leistungen (oft wird in diesem Rahmen auch die Gesamtnote versteckt wiederholt - eine Abweichung wäre Anlass zum Misstrauen), möglichst ein Bedauern über das Ausscheiden und gute Wünsche für die berufliche und private Zukunft (die beruflichen sollten immer zuerst genannt sein!) berücksichtigt wurden


Sie finden hierzu weitere Informationen unter Arbeitszeugnis Analyse / Test oder auch Arbeitszeugnis und Bewerbung